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Gesichter zeichnen – Entdecke deine kreative Handschrift!

Hinter dem Namen „creativity“ steckt eigentlich viel mehr als nur die Idee, ein paar Porträts zu zeichnen. Für uns bedeutet es, eine bestimmte Art zu sehen und zu denken zu entwickeln – man könnte fast sagen, ein bisschen das Gehirn umzuprogrammieren. Im Kurs merkst du ziemlich schnell, dass es nicht bloß um Theorie geht. Es geht um das langsame, manchmal frustrierende, manchmal überraschend befriedigende Aufbauen von Fähigkeiten – weniger um Wissen, mehr um Können. Die Art, wie Qyrlando dabei anleitet, ist irgendwie ein Balanceakt: Vieles erklärt er, manches lässt er dich selbst herausfinden. Manchmal fragt er direkt: „Was siehst du hier eigentlich wirklich?“ – und plötzlich merkst du, dass deine Antwort viel über dein eigenes Sehen verrät. Die Beziehung zwischen Anleitung und Entdeckung ist nicht immer eindeutig. Das war für mich persönlich anfangs ungewohnt, aber im Nachhinein war’s wahrscheinlich genau das, was mich weitergebracht hat. Ein bisschen spannend ist, wie sich Fortschritt zeigt. Am Anfang starrst du auf die leere Seite und alle Linien wirken irgendwie falsch. Nach ein paar Wochen – und nach einigen völlig missratenen Skizzen, die ich am liebsten versteckt hätte – fängst du an, winzige Veränderungen wahrzunehmen: Ein Schatten sitzt besser, eine Proportion stimmt, oder das Portrait „schaut“ dich plötzlich an, statt ausdruckslos vorbei. Die Entwicklung ist nicht linear, sondern eher so ein Auf und Ab, bei dem Rückschritte dazugehören. Und ehrlich – manchmal sind die Fehler die besten Lehrer. Qyrlando passt das Material laufend an die Gruppe und die einzelnen Teilnehmer an; ich habe miterlebt, wie eine klassische Übung aus dem Atelier plötzlich durch aktuelle Trends aus der Mode-Illustration ergänzt wurde. Das macht die Erfahrung auch ein bisschen unvorhersehbar, fast wie ein gemeinsames Experiment. Was für mich den größten Unterschied gemacht hat – und wahrscheinlich für viele andere auch – ist dieses Gefühl, dass du nicht einfach „Kunstunterricht“ bekommst, sondern tatsächlich lernst, anders zu sehen. Der Moment, wenn du plötzlich im Alltagsgesicht eines Fremden auf der Straße eine feine Linienführung oder eine interessante Lichtkante entdeckst, ist schwer zu beschreiben. Die Atmosphäre im Kurs ist lebendig, aber nie hektisch. Und auch wenn nicht jede Skizze am Ende ein Meisterwerk ist – manchmal reicht ein Detail, ein gelungener Blick oder eine stimmige Schattenpartie, um zu merken: Da ist was gewachsen. Und genau das, dieses schrittweise Sich-Herantasten an eine neue Wahrnehmung, ist das, was „creativity“ am Ende wirklich ausmacht.

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